Elia Beach gilt als das längste Sandufer von Mykonos und seit Jahrzehnten als bevorzugter Treffpunkt der queeren Reisenden auf den Kykladen. Eingebettet zwischen kahlen Hügeln und türkisfarbenem Wasser, vereint dieser Küstenstreifen im Südosten der Insel eine entspannte Atmosphäre, raffinierte Strandbars und eine Klientel, die Diskretion und Lebensfreude gleichermaßen schätzt. Wer hier eine Unterkunft wählt, taucht in einen Ort ein, an dem ägäische Ruhe und kosmopolitisches Flair zu einer der charakteristischsten Stranderfahrungen Griechenlands verschmelzen.
Elia hat sich seit den 1980er Jahren als geschützter Rückzugsort für queere Gäste etabliert, lange bevor Mykonos zur internationalen Marke wurde. Der östliche Abschnitt des Strandes bleibt traditionell der LGBTQ+-Community vorbehalten, während der gesamte Bogen für ein gemischtes, weltoffenes Publikum offensteht. Hotels in dieser Bucht bieten kurze Wege zum Wasser, dezente Eleganz und Personal, das mit der Vielfalt internationaler Reisender vertraut ist.
Die abgeschiedene Lage, etwa zehn Kilometer von Mykonos-Stadt entfernt, sorgt für Ruhe nach Sonnenuntergang, ohne den Anschluss an die Partyszene der Insel zu verlieren. Mietwagen, Roller und regelmäßige Buslinien verbinden Elia mit Chora, Paradise und den anderen Buchten der Südküste.
Der Tag am Elia Beach folgt einem eigenen Rhythmus: lange Stunden auf gepolsterten Liegen, Lunchpausen unter Bambusdächern und ein DJ-Set, das ab dem späten Nachmittag den Übergang zur Cocktailstunde einläutet. Die Strandclubs setzen auf mediterrane Küche, frischen Fisch und ausgesuchte Weine der Kykladen.
Wer das Nachtleben sucht, fährt nach Chora, wo die historische Gay-Bar-Szene rund um Little Venice ihren Schwerpunkt hat. Lokale wie das Jackie O' Town Bar oder die Babylon-Adresse versammeln ein internationales Publikum bis in die frühen Morgenstunden, während offene Open-Air-Clubs entlang der Küste die Saisonhöhepunkte prägen.
Mykonos ist mehr als seine Strände. Die weiß getünchten Gassen von Chora, die Windmühlen von Kato Mili und die Kirche Panagia Paraportiani gehören zu den meistfotografierten Motiven der Ägäis. Vom Hafen aus erreicht man in rund dreißig Minuten die Nachbarinsel Delos, eine UNESCO-Welterbestätte mit beeindruckenden Ruinen aus hellenistischer Zeit, darunter die berühmten Löwen der Naxier.
Im Hinterland von Elia laden kleine Tavernen in Ano Mera zu authentischer Küche ein: Kopanisti-Käse, Louza und mit Kapern verfeinerte Salate. Bootsausflüge entlang der Südküste verbinden mehrere Buchten an einem Tag und führen zu versteckten Felsbädern abseits des Trubels.
Die Hauptsaison erstreckt sich von Mitte Mai bis Ende September, mit einem Höhepunkt im August, wenn die Insel ihre größte queere Sichtbarkeit erreicht. Die XLSIOR Mykonos, eines der bekanntesten Festivals der internationalen Gay-Szene, findet jedes Jahr Ende August statt und bringt mehrere Tage lang Pool-Partys, Beachclubs und Open-Air-Events zusammen.
Wer ruhigere Tage bevorzugt, reist im Juni oder im September: das Wasser bleibt warm, die Strände entspannen sich und die Tarife der Hotels werden zugänglicher, ohne auf das mediterrane Lebensgefühl zu verzichten, das Elia auszeichnet.